Die Ursprünge des Rhythm and Blues

Rhythm and Blues BandBei der Bezeichnung "Rhythm and Blues", abgekürzt R'n'B, handelt es sich um einen Musikstil, der in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts erstmals namentlich von der Musikzeitschrift Billboard erwähnt wird. Seine Anfänge liegen in der "race music" (Rassenmusik), die bis dato die Musik der Farbigen in Amerika diskriminierend bezeichnete. Die Musik soll zum tanzen anregen (rhythm) und hat afroamerikanische Wurzeln (blues). Durch einen Tantiemenstreit 1941 zwischen der Urhebergesellschaft der USA und den Rundfunkanstalten wird diese Musik nun von den Radiosendern vermehrt gespielt, so daß sie für große Teile der Bevölkerung zugänglich wird.
Rhythm and Blues steht seitdem allerdings nicht für einen fest definierten Musikstil, sondern er wandelt sich im Laufe der Jahrzehnte durch Kombinationen mit den Musikstilen der jeweiligen Zeit, bzw. entwickeln sich aus ihm andere Musikstile.

In den 40er Jahren bezeichnet Rhythm and Blues ertmal nur Musikstücke, die von viel Blues und BigBand-Musik geprägt sind, typische Musik der schwarzen Bevölkerung der USA.

Rhythm and Blues ab den 50er Jahren

In den 50ern werden "weißere" Musikelemente in Form von Countrymusic miteinbezogen, woraus sich dann langsam der heute allen bekannten Rock'n'Roll bildet. Mit dieser Art von Rhythm and Blues, den Chuck Berry spielt, schafft es erstmals ein Farbiger sich in den amerikanischen Charts durchzusetzen. Der bekannteste weiße Vertreter dieser damals neuen Musik ist Elvis Presley.

Ab den 60er Jahren kommt für Rhythm and Blues ein neuer Begriff hinzu, geprägt von der Gospelmusik ebenfalls schwarzer Musiker: Soul. Diese gitarrenorientierte Musik wird zu jener Zeit v.a. von Ike und Tina Turner vertreten. In Großbritannien läuft die Entwicklung zum Beat, allen voran vertreten durch die Beatles und die Rolling Stones.